Mag. Dr. iur. Madeleine Demblin de Ville

 


Was ist Mediation?


Mediation ist ein außergerichtliches, strukturiertes und lösungsorientiertes Verfahren, bei dem ein allparteilicher Dritter (Mediator/in) die Konfliktpartner dabei unterstützt, selbst eine einvernehmliche Konfliktlösung zu suchen, die ihren jeweiligen Bedürfnissen und Interessen dienen.


Der Mediator/die Mediatorin zeichnet sich durch seine Allparteilichkeit aus. Er ist mit seinen empathischen Fähigkeiten und aufgrund seiner Ausbildung allen Konfliktbeteiligten gleich zugetan und tritt so als neutraler Vermittler und Unterstützer bei der eigenständigen Lösungsfindung durch die Konfliktbeteiligten selbst auf. Der Mediator/die Mediatorin entscheidet nicht "für" oder "über" die Parteien, wie es etwa ein Richter oder Schlichter tun würde, sondern die Parteien finden Ihre Lösung oder Regelung selbst. Seine/ihre Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, auf die Wahrung der Strukturen des Mediationsverfahrens zu achten und so einen Rahmen vorzugeben, in dem die Parteien in gegenseitiger Achtung und Respekt einen Weg zu einer Lösung finden können, die ihren jeweiligen Bedürfnissen entspricht.


Der Mediator/die Mediatorin unterstützt die Parteien in der direkten Kommunikation miteinander; er bestärkt sie, ihre Gefühle, Bedürfnisse und Interessen verständlich auszudrücken und sorgt für ein Klima von allgemeiner Akzeptanz und gegenseitigem Respekt während des gesamten Mediationsverfahrens. Er hilft den Parteien, lösungsorientiert und konstruktiv miteinander zu verhandeln.



Die Mediation und die Ausbildung zum Mediator sind im Zivilrechts-Mediations-Gesetz (ZivMediatG) geregelt.